Verwandschaft mit der Rüttelplatte...........
Auf meiner Reise durch Scandinavien konnte oder musste ich so manche Erfahrung sammeln, was die Dieseltauglichkeit von Zubehör oder Reiseutensilien angeht.
Da war zum Beispiel die Bierdose. Abends haben wir es nicht mehr geschafft, dieses wunderbare Bier mit 3,5 % Alkohol zu trinken. Am nächsten Morgen musste es schnell gehen und entgegen unserer Gewohnheit, dass alles ess- und trinkbare in die Koffer von Taigamän kommt, habe ich die Dose bei mir in den koffer gepackt.
Nach zwei Stunden hatten wir einen Stopp um eine Sicherung zu wechseln. Um an das Werkzeug zu kommen, musste ich die Dose beiseite nehmen. Siehe da, es war wirklich ein "Leichtbier" Die Dose ist im Bereich des Mantels durchgescheuert und der Inhalt in den Tiefen des Koffers verrieselt!
Nun hatte ich den Rat von Bernd Tesch nicht berücksichtigt. Er rät an der tiefsten Stelle im Boden ein Loch zu bohren und das mit einem Stöpsel zu verschliesen.
Also am Abend alles trocken legen. Gegen den Geruch konnte ich aber nichts machen. Da muss der ganze Koffer gekärchert werden.
Der Transport von Lebensmitteln geht am ehesten noch im Tankrucksack. Die Dieselziege massiert während der Fahrt jegliches Obst und Gemüse in einen Zustand von Fallobst! Einzig Tomaten reifen im Koffer wunderbar nach :-)
Meine herkömlichen Salz- und Pfefferstreuer habe ich auch entsorgt. Der Diesel rüttelt die Verschlüsse auf - Alle Dinge in dem Koffer sind nun mit einer herrlichen Patina aus Bier, Salz und Pfeffer ummantelt. Mein schöner Maulschlüssel für die Radmutter sieht aus, als wenn der ein Jahr im Salzstreugut-Lager gelegen hätte!
Für die Gaskartuschen habe ich auch ein Mäntelchen gekauft. Ich muss immer noch an die Bierdose denken....
Für die Küche und die Werkzeugrolle werde ich wohl auf weiches Leder umstellen. Die Kunstfasern der Beutel halten der Diesel einfach nicht stand. Für die wichtigsten Dinge habe ich dickwandige Schraubgefässe gefunden. Im Mai geht es ja wieder ein paar tausend Kilometer durch Belgien und Frankreich. Ich bin schon gespannt, wie sich dann diese Dinge bewähren.

Informationen zur Reiseausstattung

Ich möchte darauf hinweisen, dass ich für keinerlei Produke aktiv Werbung betreibe. Teilweise

werde ich aber die Namen der Hersteller benennen. Die Schilderungen und die Bewertungen  der

Eigenschaften dieser Produkte basieren lediglich auf meinen eigenen Erfahrungen.

 

 

 

 

Meine Küche

Ich bin auf meinen Reisen gerne ein Stück weit unabhängig bei der täglichen Verpflegung.

Gerne probiere ich regionale Speisen und Getränke aus. Wenn es aber einmal spät oder sehr

einsam wird, habe ich gerne ein kleines Steak dabei. Die geniale und kurze Zubereitung von

leckeren Fleisch- und Fischspeisen habe ich mir bei Svendura abgeguckt.

Bei Reisen bis zu drei Wochen in Europa reicht mir ein kleiner Gaskocher mit Kartusche.

So habe ich immer recht schnell einen  Kaffee oder etwas warmes auf dem Teller. Bei Regen

kann der Kocher auch unter der Apside betrieben werden.

Inhalt Küche

Nylon-Sack 30x30x15 cm

Kochtopf Alu 1 liter mit Deckel

Bratpfanne 28 cm mit Titanit-Beschichtung

Griff, Feuerzeug

Becher, Teller

Besteck

Salz,Pfeffer,Öl und Spüli

Bürste und Handtuch

1-2 Gaskartuschen und Minibrenner

Kaffeepulver

 

Rezept:

zwei große Entrecote nacheinander mit ein paar Spritzer Öl in der Grillpfanne auf

jeder Seite 2 Minuten braten. Nach dem Essen die Pfanne mit ein paar Brotresten

auswischen. - lecker ! Cool

 

Mein Haus

Da meine Frau nur noch im Notfall im Zelt schläft, habe ich mich für ein Zelt mit kleinem Packmaß entschieden. Ich wollte nun aber auch kein Vermögen ausgeben, sondern zunächst

einmal ein paar Erfahrungen sammeln.

Ich habe mich für ein geodätisches Zelt von Mountain Guide Capri II von Fritz Berger entschieden.

Es hat eine Wassersäule von 6000 mm, eine Grundfläche von 2005 x 2500 mm und eine Höhe von 1000mm ( geht gerade so..) Es hat ein gutes Alugestänge und man kann es auch im aufgebauten Zustand noch leicht anders positionieren. Das Regendach wird mit vier Schnellverschlüssen angeclickt.

Unter dem Zelt lege ich immer noch eine PVC-Gewebefolie als Schutz. Diese Plane kann auch bei Regen oder Reparaturen hilfreich sein.

Das Zelt und die Plane packe ich in einen  Trockensack. Der wird gut und schnell erreichbar auf dem Gepäckträger verzurrt. So kann ich das  Zelt bei Regen schnell aufbauen und das Gepäck ins Zelt schmeißen.

Die Bierflasche dient nur der Größendarstellung ! Cool

Das grüne ist jetzt meine Küche. Der Sack wurde frei, da es immer ein großes Gewürge ist, das Zelt wieder in den Original-Zeltsack zu stopfen.Ärgerlich

Mein Freisitz

Bei den Traveltaschen von Bernd Tesch sind vier Einleger aus Alu dabei. Während der Fahrt unterstützen diese die Stabilität der Koffer. Gerade bei Stürzen oder Umfaller sind die Koffer dadurch stabil.

Wenn man dann beide Deckel abnimmt, kann man mit den Einlegern einen kleinen Tisch bauen.

In meinem Alter muß ich nicht immer auf der Erde sitzen, Ich habe mich zu einem Mini-Stuhl entschieden , Es ist kein Helinox, aber baugleich mit kleinem Packmaß und sehr stabil.

 

Mein Bettchen

in einem weiteren Trockensack habe ich mein Bettzeug untergebracht. Durch das kleine Packmaß passt alles in den orangenen 16 liter Packsack. Bei gutem Wetter oder Hütten-Übernachtungen hat man so alles mit einem Griff parat  und muss nicht alles abrödeln.

Ich benutze eine Neo Air Camper- Matte von Therm a rest mit einem Nutzmaß von 196 x 78 x 7,5 cm und einem Packmaß von ca. 10 x 23 cm. Dazu einen alten Nordisk Schlafsack mit einem Maß von 10 x 25 cm, Ausgebreitet ist es eine Decke oder eine Mumie mit Kaputze von 200 x 78 cm,

Dann muss noch mein kleines Schmusekissen mit! 35 x 15 x 4 cm. Bei Bedarf kann ich zur Erhöhung noch etwas unterlegen. Bis 2-3 Grad minus Aussentemperatur geht das gerade so.