6. Jun, 2022

Costa Verde und Picos de Europa

Es war eine Flucht vor den anrollenden Gewitterfronten. Die Costa Verde heißt ja auch nicht um sonst so! Üppige Vegetation, Wälder die bis an das Meer reichen, hübsche Dörfer mit bepflanzten Plätzen im Zentrum. Die Strände sind klein und meist nur über einen Stichweg zu erreichen. Ich habe ein paar angefahren, aber ein Parkplatz stoppt mich dann und den Rest zum Meer muss man dann zu Fuß gehen. Ich habe einen schönen Campingplatz gefunden und kann mir nach einem Koffer-Abendbrot noch Dinosaurier-Fußstapfen ansehen. Perfekt!

Nach einer ruhigen Nacht auf einem Campingplatz in Strandnähe, geht es gegen 9.30 Uhr in Richtung des Naturparks -Picos de Europa- . 1918 gegründet, ist es einer der ersten Naturparks in Spanien. Im Zentrum, dass nur erwandert werden kann, recken sich auf einer Fläche so groß wie Wien ca, 200 Gipfel die alle höher als 2000 Meter sind. Heute soll seit Tagen der einzige Tag sein, der etwas besseres Wetter verspricht. So kommt es, dass ich ein Hotelzimmer nehme und mit der Seilbahn die ersten 1500 Meter hochfahre um dort zu Wandern.

Die Bergwelt ist grandios ! Obwohl ich viel Nebel, Regen und Wind hatte, war es ein tolles Erlebnis. Ich hatte eine 11km Strecke gewählt. Auch bei Regen und Nebel ist es unglaublich schön hier oben. Nur die Zipfel aller Picos habe ich durch den Nebel und den Wolken nicht gesehen.

Bei der Anfahrt bin ich noch durch die weltweit einzige Tropfsteinhöhle gekommen, die mit Kraftfahrzeugen durchfahren werden kann. Der Weg ist entstanden, um ein Dorf zu erschließen. Da heißt es, die Sonnenbrille abnehmen ! Einige Stalaktiten werden beleuchtet, aber man hat keine Zeit sich das anzuschauen.  

Morgen geht es in Richtung San Sebastian. Die Dieselziege hat heute ihre Schwestern, die Pyrenäen-Ziegen getroffen und sie klettert genau so gut die Berge hinauf!