4. Jun, 2022

Vom Douro in den Naturpark im Norden Portugals

Ich habe perfekt geschlafen! Im Zelt ist man ja näher an den Geräuschen der Umgebung. Keine Tauben, kein Pfau, keine Hähne und auch keine Hunde die einen im Schlaf stören. Einzig der Wachmann hat seinen einzigen Gast bewacht – ich habe ihn zweimal gehört.

Es geht immer höher in die Berge, Atemberaubende Ausblicke, hier oben stehen keine Bäume mehr und überall liegen riesige Granitkugeln und Steinbrocken herum. Dazu eine phantastische Aussicht und absolut kein Verkehr. Einige Straßenabschnitte sind noch nicht geteert und so fahre ich in der Spitze um die 40 kmh. Eine sehr interessante Landschaft, die aber nur mit dem Motorrad, teils mit dem PKW oder aber zu Fuß erkundet werden kann. Im Naturpark kann nicht gezeltet werden, der einzige Platz in der Nähe nimmt mich auf. Ich bin der einzige mit einem Zelt. Es stehen einige VW-Busse von Wanderer auf dem Platz und seit Porto habe ich keinen Motorradreisenden gesehen.

In Nazare habe ich einen Motorradfahrer mit einer BMW GS aus Potsdam gesprochen, der auch mit dem Zelt unterwegs ist. Allerdings hat er deutlich weniger Zeit und deshalb geht es für ihn nur über Autobahnen zum nächsten Ziel. Dann schnell anschauen und weiter…..

Ich kann es mir dankenswerter Weise erlauben, einen ganzen Tag ziellos im Gebirge mit max 40 kmh herum zu fahren und keinen Zeitdruck zu haben. Ich habe heute meine letzte Nacht in Portugal und werde morgen in Spanien in Richtung Costa Verde weiterfahren.