21. Mai, 2018

Schneverdingen - Münster

Es gibt so Tage, da flutscht es irgendwie nicht. In der Firma lief es ganz gut und ich war gegen 15.00 Uhr auf dem Bock. Die erste Zeit ist es noch meistens etwas angespannt, man hat sich gerade von seiner Liebsten verabschiedet und man braucht etwas Zeit, um in den Reisemodus zu kommen. Nach kurzer Fahrt spinnt das Navi - ist ja nicht schlimm, die ersten 100 km kann ich auch so fahren. Aber ich möchte kleine Straßen nach Münster / Westfalen nutzen und das geht ganz gut mit dem Navi. In der Nähe von Osnabrück verstellt sich die Kupplung selbständig. Ich stehe gerade im Stau, und würge die Ziege dauernd ab, weil ich keinen kleineren Gang rein bekomme. Also rechts ran und vor einem Fleicherladen den Kupplungszug justiert und gekontert. Weil ich gerade da bin, fallen für mich leckere Bärlauchbratwurst, Senf und eine Frikadelle auf die Hand ab.
Campingplatzschilder stehen immer erst dann, wenn man den Platz gefunden hat. Also habe ich mir vom Motorrad aus die Stadt angesehen und nun kann das Zelt aufgebaut werden. Ruckzuck ist die Wurst in der Pfanne und ein Rotwein im Becher - Zwei Würste bekommme ich noch gar, dann verabschiedet sich der Gaskocher mit einem lauten Zischen und ein wenig Feuerwerk. Der ganze Brenneranschluss ist geschmolzen. Das Salz aus dem Koffer hat scheinbar ein Loch in den Düsenschaft gefressen. Das Ding ist nicht mehr zu retten. Ok, dann habe ich jetzt ja etwas Zeit für den Blog.
Ich hatte das Notebook kompl. eine Nacht geladen und nun ist es platt. Eine Steckdose ist nicht in der Nähe und so kommt es, dass ich früh schlafen gehe. Die gewonnene Ernergie kann ich morgen gut gebrauchen.