12. Jul, 2017

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Inari über Kirkenes nach Tana
gegen 8.00 Uhr geht es bei bedecktem Himmel in Richtung Kirkenes. Wir fahren wieder eine gelbe Straße und so begegnen uns auf ca 100 km zwei Fahrzeuge. Wir haben wieder mehrere todesmutige Rentiere, die sich vor uns auf der Straße in Position bringen.
Es ist eine tolle Fahrt durch eine abwechselungsreiche Landschaft. Einstimmig erklären wir Finnland zu dem schöneren Reiseland. Kurz vor der Grenze zu Norwegen gibt es bei einem Tankstop noch ein leckeren Snack aus der Warmtheke.
An einer Stronschnelle sehen wir unterhalb ein dutzend Lachsangler. Später erfahren wir, dass dieser Fluss unter Lachsanglern als der beste Platz in Nordeuropa gilt.
Kirkenes empfängt uns mit sprödem Charme. Da unsere Vorfahren diese Stadt 1944 in Schutt und Asche gelegt haben, sind die Gebäude als reine Zweckgebäude errichtet. Auch der Hafen kann uns nicht begeistern, weil wir gerade an Taigamäns Motorrad siffende Gabelsimmerringe lokaliesiert haben. Mit einer provisorischen Ölbremse aus alten Bettlaken und Kabelbindern, sollte das Bike die restlichen 4500 km auch noch schaffen.
Wir fahren in die östliche Finnmark und legen schon mal 150 km in Richtung Alta zurück. Wir werden aber wieder kleine gelbe Straßen ( L98) fahren und dann in Russens auf die Nordkap-Route stoßen.
Entgegen der anderen scheuen Tiere der finnisch-norwegischen Fauna, kommen die Mückenschwärme sehr zutraulich bei jedem Halt daher! Abweisen bringt nichts, die Rettung ist oft nur die Flucht  mit dem Motorrad. Wir haben schon jede Menge Treffer erhalten und unsere Gesichter sehen irgendwie verquollen aus.
Heute gibt es ein Indoor-Cooking, bestehend aus Nudeln, Hackfleischsoße (selbstgemacht) und unseren obligatorischen Tomatensalat. Morgen fahren wir bis Russens und werden dann das Nordkap ansteuern.